Mittelalterfest im Seniorenwohnpark Landshut – ein Vorgeschmack auf die nächste La Ho 2021

  • 29.06.2019

Am 29. Juni, an einem Samstagnachmittag, hatten die Senioren die Gelegenheit, in die Welt des Mittelalters einzutauchen. Viele hielten es für eine gute Idee, eine Art LaHo im kleinen Rahmen zu feiern, da die nächste ja erst in zwei Jahren wieder anstehe. Das Bilderbuchwetter lud trotz der großen Hitze viele Bewohner und Angehörige zum Feiern ein. 

Auch wenn wir immer gerne wie im Mittelalter feiern - damals konnte sich das nur die adlige Oberschicht wirklich leisten. Das Leben war sehr unterschiedlich, je nach dem, in welchen gesellschaftlichen Stand man hinein geboren war.

Manfred Plendl, hauptberuflich Hausmeister im Seniorenwohnpark, ist es gelungen, diese Epoche für das Mittelalterfest möglichst authentisch nachzugestalten. Denn neben seiner hauptberuflichen Arbeit geht er mit großer Überzeugung und Sachkenntnis seinem Hobby nach, mittelalterliche Musik zu betreiben. Schon seit vielen Jahren ist er Mitglied in einer mittelalterlichen Spielgruppe – „Camino de Cantigas“ – und ist mit seinen Musikern schon unzählige Male bei diversen Anlässen öffentlich aufgetreten. 

Die Spielgruppe leistete daher auch den musikalischen Beitrag für das Mittelalterfest und war mit großer Begeisterung und unermüdlichem Engagement dabei. Sie spielten kontinuierlich vom Kaffeetrinken bis zum Abendessen, sodass eine anhaltend vergnügte Stimmung herrschte. 

Der Hausmeister und sein musikalisches Team waren dabei in historische Gewänder gehüllt und spielten auf historischen Instrumenten wie Flöten, Dudelsack, Geige, Nyckelharpa, Gitarrenlaute. Zur rhythmischen Begleitung wurden Davul (Trommel), Tamburin und Schellenband eingesetzt. 

Überdies hatte Herr Plendl mit zehn Mitarbeitern des Seniorenwohnparks zwei mittelalterliche Tänze („Bourree“, „fröhlicher Kreis“) einstudiert, die im Foyer und auf der Wiese im Garten präsentiert wurden.

Das Tanzen war damals wie das Feiern ein Privileg höherer Gesellschaftsschichten, daher ist der historische dem höfischen Tanz gleichzusetzen. Die zehn Mitarbeiter hatten viel Spaß dabei, sich als Fürsten oder Edeldamen zu verkleiden und sich im Kreis zu bewegen, auch wenn es an diesem Tag eigentlich viel zu heiß dafür war. 

Auch den Bewohnern, die im Foyer und auf der überdachten Terrasse Platz genommen hatten, war es ein wenig zu sommerlich. Sie lobten aber Kaffee und Kuchen (auch wenn der Erdbeerkuchen wohl nicht ganz historisch war) und das Gulasch beim Abendessen. Einige meinten, die mittelalterliche Musik erinnere sie an frühere Zeiten, als sie anlässlich der LaHo Besuch von Verwandten und Freunden gehabt hätten. Die LaHo sei immer ein Grund gewesen, wieder einmal zusammen zu kommen, daher sei so ein Ereignis immer wichtig gewesen.

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